Die Gehörlosengemeinschaft erlebte die NS-Zeit zum Teil ähnlich wie hörende ÖsterreicherInnen. Sie war jedoch auch besonders gefährdet (z.B. fehlender Zugang zu Informationen und Nachrichten, Fliegeralarm) bzw. massiver von NS-Gesetzen betroffen (z.B. Zwangssterilisationen). Gehörlose Jüdinnen und Juden waren doppelt bedroht. Das Verhalten gehörloser Menschen damals und der heutige Umgang mit Erinnerungen an diese Zeit ist - wie in der hörenden Gesellschaft - individuell sehr verschieden. Mit dem Ziel, die NS-Zeit für gehörlose Jugendliche verständlich aufzubereiten haben wir in diesem Drittmittelprojekt 24 gehörlose ZeitzeugInnen interviewt, viele tausend Seiten Archivmaterialien gesichtet und eine DVD mit 8 Kurzfilmen erstellt, die durchgehend in Österreichischer Gebärdensprache sind: Gehörlosenvereine, Gehörlosenschulen, NS-Euthanasie, ZwangssterilisationShoa, Lager, Krieg und Widerstand.
Quelle: http://kalender.univie.ac.at
Gehörlose Österreicher in der NS-Zeit
Schätzungsweise 10.000 Gehörlose haben vor 1938 und damit vor dem NS-Regime in Österreich gelebt. Ihre Verfolgung, Diskriminierung und Lebenswege zeichneten zwei Linguistinnen der Universität Wien nach.
Anhand von Interviews mit 24 gehörlosen Zeitzeugen, Recherchen in Archiven und bereits vorhandener Forschungsarbeit untersuchten die beiden ein wenig beleuchtetes Kapitel der Geschichte.
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http://sciencev1.orf.at/science/news/156747
Es gibt DVD zu kaufen! Email Nummer steht ganz unten!
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Ich habe es schon bestellt.
Diese Geschichte ist traurig. Mein Vater (gl) sollte auch zwangssterilisiert , er wollte es net und floh dann ins Ausland. Sein Bruder (damals SS) hatte ihn bei der Flucht geholfen.
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- 29. September 2009 13:21