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Gibt es Gott? Gibt es ihn nicht?

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Existiert Gott? Die Frage beschäftigt die größten Denker seit Jahrtausenden. Doch alle vermeintlichen Gottesbeweise sind gescheitert. Mit einer 200 Jahre alten mathematischen Formel könnten wir die Wahrscheinlichkeit der Existenz Gottes bestimmen!

Blaise Pascals (1623 - 1662), dem berühmten Wissenschaftler, Wette war: "Entweder Gott ist, oder er ist nicht. Worauf wollen Sie setzen? Zwei Möglichkeiten, zwei Optionen - beide ungewiss. Die Vernunft hilft uns nicht weiter. Was also tun? Entweder Gott existiert, oder er existiert eben nicht - eigentlich eine einfache Sache. Und doch gibt es kein größeres, kein tieferes Geheimnis. Seit Jahrtausenden mühen sich daran die größten Geister ab. Die Liste vermeintlicher Gottesbeweise ist lang. Doch gescheitert sind sie alle - Aristoteles über den Scholastiker Anselm von Canterbury bis zum Logiker Kurt Gödel. Die Gottesfrage, so scheint es, entzieht sich dem Zugriff der menschlichen Vernunft. Kant verwies sie ins Reich der Metaphysik: Da Gott außerhalb von Raum und Zeit existiert, kann die Wissenschaft über ihn keine Aussagen treffen - also lässt sich seine Existenz auch nicht beweisen. Muss die Vernunft vor Gott kapitulieren? Können wir an IHN also nur glauben? Einige Theologen und Philosphen sehen eine Alternative: Sie versuchen nichts weniger, als die Wahrscheinlichkeit der Existenz Gottes zu berechnen! Die Wahrscheinlichkeitstheorie zielt darauf ab, Ungwissheit mathematisch extakt auszudrücken. Das gängige Modell orierntiert sich an der Häufigkeit, mit der ein Ereignis eintritt - das typische Beispiel ist der Münzwurf. In der Gottesfrage würde man damit nicht weit kommen. Dagegen verfolgt die Bayessche Methode einen weiter gefassten Ansatz: Dabei versucht man, die Plausibilität einer Hypothese (Vermutung) auf Grund von Indizien zu bestimmen. Angenommen, eine Bank wird überfallen. Die Polizei verdächtigt einen Mann, der zuvor bereits eine andere Bank ausgeraubt hat. Nun melden sich Zeugen, die den Verdächtigen zur Tatzeit in der Nähe gesehen haben. Die Hypothese: "Der Mann hat die Bank überfallen" erklärt das Indiz ("Er wurde in der Nähe des Tartorts gesehen") also besser - der Verdacht hat sich erhärtet, die Hypothese der Ermittler ist plausibler geworden. Diese Methode können wir auch auf die Frage nach der Existenz Gottes anwenden. Unsere Hypothese lautet demnach:"Gott existiert"."Wir gehen dabei von einer theistischen Gottesvorstellung aus - also von einem allmächtigen, allwissenden und vollkommen guten Gott, der die Welt nicht nur geschaffen hat, sondern auch aktiv in sie eingreift. Weiter legen wir fünf große Indizbereiche fest, also Fakten, die möglicherweise für oder gegen die Existenz Gottes sprechen:
- die Entstehung des Universiums,
- die Ordnung im Kosmos,
- die Evolution,
- das Gute und das Böse sowie
- die Evidenz religiöser Erfahrungen.
Wer auf Gott setzt, ein gläubiges Leben führt, hat Aussicht auf unendlichen Gewinn - das ewige Leben, das Himmelreich. Wenn Gott existiert, dann haben die Gläubigen eben gut gespielt. Existiert er nicht, so haben sie nichts verloren. Also ist es klug, auf Gott zu setzen - und sei die Wahrscheinlichkeit seiner Existenz auch noch so gering! Es ist wahr: Die Vernunft kann uns über Gott nichts Sicheres sagen. Aber es ist immer vernünftig, mit Gott zu rechnen. Oder ist Gott nur ein menschengemachtes "Produkt" und somit als Fanatsie-Figur anzusehen? Wer anfängt zu zweifeln, der fängt an zu glauben! Nichts desto trotz bleibt es jedem von uns selbst überlassen, ob er an den Gott glaubt, oder nicht. Wer weiß, vielleicht gibt es einen Deaf-Gott für uns Deafis, den wir anbeten können?! *Zwinker*
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