Vortrag: Gender und Häuserkampf
Amantine wird sich in seinem_ihren Vortrag mit genderspezifischen Aspekten und anti-patriarchalen Kämpfen in den Häuserbewegungen in der BRD und Westberlin auseinandersetzen. Titel des Vortrags lautet: „Gender und Häuserkampf“.
Der Vortrag findet am 19.12.2011, um 19 Uhr, im Margarete-Bieber-Saal (Ludwigstraße 34, Gießen) statt.
Aus dem Ankündigungstext:
Gender und Häuserkampf - Genderspezifische Aspekte und anti-patriarchale Kampfe in den Häuserbewegungen in der BRD und Westberlin (amantine)
Der Vortrag Gender und Häuserkampf zeichnet die politischen Diskussionen im Zusammenhang von Gender- und Häuserkämpfen von 1969 bis 2010 nach.
Die „Politisierung des Privaten“ führte zu einem Wandel der Betrachtungsweisen der Geschlechterverhältnisse innerhalb der radikalen Linken, der Autonomen Bewegung und der Häuser-Szene. Der „private“ Lebensbereich des Wohnens wurde Austragungsfeld der Neuverhandlung von Geschlechterverhältnissen. Insbesondere Debatten um Reproduktionsarbeit, Rollenverständnisse und den alltäglichen Sexismus, den Liebesbeziehungen sowie sexualisierter Gewalt bestimmen die bis heute andauernden Auseinandersetzungen und Konflikte.
Wohnprojekte, Kommunen und kollektive Gemeinschaften besetzter oder ehemals besetzter Häuser und Wagenplätze werden zum Austragungsort dieser Debatten. Die Abschaffung patriarchaler Strukturen und sexistischer/ homophober Verhaltensweisen, also der entscheidenden Frage nach Macht und Dominanz, jenseits gewählter, zugewiesener oder nicht „existenter“ Geschlechtsidentitäten, bleibt nach wie vor ein elementares Anliegen emanzipatorischer, herrschaftsfreier Politik – insbesondere in sogenannten Freiräumen.
Veranstaltet wird die queere Ringvorlesung von einem Arbeitskreis rund um das autonome Schwulen-Trans*-Queer-Referat und das autonome queer-feministische Frauenreferat, im AStA der JLU. Begleitet wird die Veranstaltungsreihe von Dr. Franz Schindler vom Institut für Slavistik.
Hinweise: Der Vortrag wird von 2 Gebärdensprachdolmetscher_innen simultan in deutsche Gebärdensprache gedolmetscht. Der Saal ist nicht rollstuhlgerecht.
Weitere Informationen zur queeren Ringvorlesung finden sich auf www.queere-ringvorlesung.de